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#OneWorld
no fashion words today

Ways have changed : thoughts about friendship

Ich sitze vor meinem Laptop. Eine neue leere Seite ist geöffnet. Der Cursor blinkt vor sich hin. Er wartet auf mich. Ich soll etwas schreiben. Ich will etwas schreiben. Ich weiß aber nicht wie.

Wie macht man jetzt weiter? Das ist die große Frage. Was am Freitag dem 13.11.2015 in Paris passiert ist, ist schrecklich und eigentlich nicht in rationale Worte zu fassen. Wir alle saßen schockiert vorm Fernseher. Schockiert darüber, zu welch bestialischen Taten der Mensch fähig ist. Wie schnell sich alles innerhalb von Sekunden ändern kann. Erschrocken darüber, wie langsam alles näher an uns heranrückt. Angst. Unsicherheit. Sprachlosigkeit.

Die Welt ist schon lange aus den Fugen geraten. Die Welt ist brutal. Unsicher. Beherrscht von bösen Taten. Von Kriegen, von Fanatismus und Machthabern. Die Welt ist unübersichtlich geworden. Die Welt macht uns Angst. Vor allem seit dem letzten Freitag macht sie uns Angst. Mit Paris wurde das Herz Europas getroffen. Die Stadt der Liebe, eine Stadt, in der die europäische Kultur pulsiert. Mit Paris hat es uns alle getroffen.

Dabei sterben tagtäglich unschuldige Menschen. Menschen, die keine Radikalen sind. Menschen, die aus ihren eigenen Ländern fliehen wollen, weil sie sich nicht diesem Fanatismus anschließen wollten. Menschen, die einfach nur in Ruhe und Freiheit leben wollen. Menschen, die mit all diesen Kämpfen gar nichts zu tun haben. Das alles sehen wir hier nicht. Das alles passiert weit weg von uns. Wir alle sind froh, dass wir diese Brutalität nicht ständig vor Augen geführt bekommen. Wir sitzen in unseren sicheren Ländern, wiegen uns in dieser Sicherheit. Verschließen die Augen. Schieben diese Gedanken weit weg und widmen uns lieber unseren täglichen Banalitäten. Weil wir es können. Weil es uns nicht direkt betrifft. Weil es einfach alles so weit weg ist. Aber wie lange können wir das noch? Die Realität holt uns ein. Diese Brutalität, sie findet statt. Ständig. Sie kommt näher. Schlägt zurück. Und kann uns alle treffen.

Ich habe das Gefühl, dass das nicht hierher gehört. Aber wie soll ich weiterschreiben? Wie einfach weiter meinen alltäglichen Gedanken folgen? Wie diese Gedanken, die seit dem letzten Freitag in meinem Kopf herumschwirren beiseite schieben? Heute kann ich das nicht. Heute kann ich nicht über Klamotten reden. Meine heile Welt muss bis zum nächsten Post warten. #sorrybutnotsorry

Ich bin kein Philosoph. Kein Politiker und ich möchte hier nicht mit irgendwelchen Weisheiten um mich werfen oder Diskussionen starten. Das hier ist ein Fashionblog. Und ich habe viel zu wenig Ahnung von Politik und all dem, was hinter den Kulissen abläuft. Manchmal schäme ich mich dafür. Manchmal schäme ich mich dafür, dass auch ich gerne die Augen verschließe. Dass ich mich in meiner Welt in Sicherheit wiege, mich zu wenig informiere. Dass ich Hashtags wie #prayforparis benutze und dabei andere Menschen, die jeden Tag ebenfalls unschuldig in ihren eigenen Ländern sterben vergesse, sie nicht in meine Hashtags einschließe. Manchmal schäme ich mich für meine romantisch verklärten Gedanken. Gedanken, die die eines kleinen Schulmädchens sind. Ein Mädchen, dass nicht versteht, warum wir nicht alle einfach eine Welt sein können. Ein Mädchen, dass trotzig in der Ecke steht, die Hände vors Gesicht hält uns sich wünscht, dass das alles einfach aufhört. Dass alle zur Besinnung kommen. Sich einfach alle vertragen. Die Welt könnte so schön sein.

Liberté – égalité – fraternité 

Ein Mensch ist ein Mensch. Wir sind alle gleich. Wir können verschiedene Kulturen haben, verschiedene Religionen, aber wir sind alle Menschen.

#prayforparis ja. Meine Gedanken sind bei allen Betroffenen, Opfern, Hinterbliebenen, Helfern. Meine Gedanken sind aber auch bei allen Menschen aus den sogenannten “unsicheren Herkunftsländern” die ebenfalls viel zu viel Leid ertragen müssen.

In unserer Hashtagwelt sollten wir deswegen nicht vergessen:

#prayforpeace  #prayforhumanity we are #oneworld

– Julie –

Pics by DLPhotography

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