Der Preis des Styles
was macht dich zum Fashion Pro?

Der Preis des Styles <br> was macht dich zum Fashion Pro?

Heute zeige ich euch hier auf dem Fashion Blog einen Look, den ich persönlich liebe, weil er bequem und stylish ist. Günstig war er nebenbei auch noch. Für manch andere gehört er aus genau diesem Grund schlichtweg nicht in die Kategorie Fashion und ich somit automatisch nicht zur Sparte der Fashion Blogger. Klingt wirre? Das ist es auch, aber mehr dazu findet ihr im folgenden Post.

Was genau ist eigentlich Fashion?

Habt ihr euch diese Frage schon einmal gestellt? Was ist Fashion, was ist Mode? Wo fängt das an, wo hört es auf? Was sind es einfach nur Klamotten und wann wird Fashion zu im Alltag nicht tragbarer Kunst? Und wer definiert das eigentlich? Ziemlich komplexes Thema, aber im Moment komme ich nicht umhin mich damit zu beschäftigen. Natürlich gibt es Menschen, die uns Fashion Blogger belächeln. Und nicht nur das, sie lästern ganz offensiv, ja hörbar und regen sich über unseren H&M-Style auf. Offensichtlich kann man laut Meinung solcher Leute nicht fashionable sein, wenn man keine High-End Marken trägt und nicht mindestens drei Designertaschen besitzt. Vor ein paar Jahren hätte mich so ein Kommentar leicht verunsichert, inzwischen kann ich über solche Bemerkungen aber lächeln.

Wikipedia sagt übrigens Folgendes zur Definition des Wortes Fashion:

Fashion is a popular style or practice, especially in clothing, footwear, accessories, makeup, hairstyle and body. Fashion is a distinctive and often constant trend in the style in which a person dresses. It is the prevailing styles in behaviour and the newest creations of textile designers.

Der Preis des Styles was macht dich zum Fashion Pro? Julies Dresscode Fashion Blog


Ab wann genau ist man jetzt stylish?

Die Frage ist doch viel mehr: wer legt das eigentlich fest? Wie Trends entstehen konntet ihr bereits in einem anderem Post lesen. Aber auch Trends sind nicht das NonPlusUltra und sind auf sich selbst angewandt noch lange kein Style-Garant. Ein Outfit ist am Ende doch nichts anderes als ein Kunstwerk oder ein guter Wein, eine Komposition aus vielen Faktoren und etwas, das sicher objektiv nach ausgedachten Kriterien bewertet werden kann. Am Ende entscheidet aber jeder subjektiv, ganz nach eigenem Geschmack. Wann ist man also stylish? Kann man diese Frage beantworten? Ich denke nicht! Ist Style nicht auch etwas, dass der Träger an sich ausstrahlt? Die Einstellung, Ausstrahlung, Überzeugung? Ich denke schon!

Fashionable zu sein, dass bedeutet für mich Kreativität und die Kunst aus verschiedensten Teilen einen harmonischen Look zusammenzustellen, in dem man sich wohlfühlt. Das Endergebnis ist entscheidend, der Preis bzw. die Labels der einzelnen Teile spielen dabei gar keine Rolle. Meine Mütze könnte zum Beispiel von Acne Studios sein und 120€ kosten. Sie ist aber von H&M, kostet 10€ und wenn ich sie verliere oder sie mir im nächsten Winter nicht mehr gefällt, dann tut das gar nicht weh. Meine Piloten Jacke mit Fake Shearling, ebenso nicht von Acne, sondern von New Look, kostet etwa ein Drittel und hält mich super warm. Meine Tasche? Kein Designer! Bei meiner großen Schwäche für Taschen, kann ich mir große Labels einfach nicht immer leisten. Ich möchte Abwechslung und die Möglichkeit die Tasche als Ergänzung zum Look zu tragen und nicht umgekehrt. Diese hier ist übrigens von Zara, sie hat im Sale 10€ gekostet und ich habe schon unzählige Nachfragen und Komplimente für sie bekommen.

Versteht mich nicht falsch, natürlich ist es nicht verwerflich, eine Mütze für 120€ zu kaufen. Auch ich investiere gerne mal in Key Pieces von denen ich sicher bin, dass ich sie lange tragen werde und Qualität und Produktionsbedingungen dem Preis würdig sind. Diese Entscheidung sollte aber jeder selbst treffen dürfen, unabhängig vom Urteil einer selbsternannten Style-Jury.

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Style ist keine Frage des Geldes oder der Masse an Labels! Style ist vielmehr ein Feeling, eine Überzeugung.


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Ich bin Fashion Blogger – darf sie das?

Ich denke, wenn man der Meinung ist, dass man als Fashion Blogger große Labels tragen und alle Trends aufgreifen muss, dann hat man etwas falsch verstanden. Ich glaube kaum, dass es unzählige Blogs geben muss, auf denen wir alle uniformartig gekleidet sind, alle die gleichen Designer hypen und sich der Leser fragen muss, wie zur Hölle er sich als Otto-Normal-Mensch (als der ich mich übrigens auch fühle) diese Kleidung leisten soll. Fashion Blogger sein bedeutet für mich, den eigenen Stil leben und zeigen. Andere inspirieren, nicht frustrieren. Fashion Blogger sein bedeutet für mich aber auch gemeinsam mit meinen Lesern Trends zu entdecken und sie vorzustellen. Blogger sein hat meinen eigenen Style weiterentwickelt, die Mode hat so unglaublich viele Facetten – so viele Labels, Schnitte, Stoffe, Stilrichtungen… Es gibt schlechtweg für jeden etwas. Ob High-End, Kette oder Mix, sollte nicht der Spaß an der Sache das sein, was einen guten Blogger oder auch einen Fashion Pro ausmacht?

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Also packt euren Frust in die Designertasche und sprecht uns das nächste Mal einfach direkt an, vielleicht können wir ein bisschen über Fashion, Style und die unzähligen Interpretationsmöglichkeiten reden.

Pics by  DLPhotography

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8 Comments

  1. info@shadownlight.de' 16. January 2018 / 18:08

    Hey, eine wirklich gute Frage die du behandelst.
    Ich selber halte mich für völlig unfashion, da ich zum Beispiel Handtaschen hasse, Highheels meine Feinde sind, Mom Jeans mir eine ätzende Figur geben und ich Statementshirts mit 16 aus Überzeugung trug :P.
    Liebe Grüße!

    • 23. January 2018 / 20:20

      Das klingt aber nicht nach “unfashion” 😉 Du kannst ja auch ohne Handtasche, hohe Schuhe und Momjeans einen super Style haben. Jeder so wie er mag 🙂

    • 23. January 2018 / 20:19

      Thank you Chris 🙂

    • 23. January 2018 / 20:19

      Vielen Dank Marie 🙂

    • 23. January 2018 / 20:17

      Thank you so much 🙂

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